Netzverdienst.com
Viele Menschen denken nach wie vor, das Internet sei eine Insel der Glückseligen, hier ist alles umsonst, man braucht sich nur zu bedienen.
Reden wir jetzt einmal klartext: Dem ist nicht so, (fast) jeder, der im Internet etwas macht möchte auch etwas damit verdienen. Die meisten dieser Möglichkeiten sind legal und um diese Möglichkeiten geht es auf diesen Seiten in erster Linie. In diesem Bereich möchte ich Ihnen jetzt Möglichkeiten vorstellen, die nicht legal sind. Das ist nicht zu nachahmen gedacht sondern eher als Hilfe für Menschen, die diesen Betrügern in die Falle gegangen sind.
Die Masche funktioniert eigentlich im Großen und Ganzen immer gleich: Es wird eine Dienstleistung angeboten, die vielleicht ganz interessant ist (rechnen Sie aus wie alt sie werden, warum sind sie immer noch single...) oder die normalerweise kostenlos sind (z. b. Mega-Downloads.net). Auf der Seite wird nur versteckt auf die Kosten hingewiesen. Beim Anmelden muss dann der Interessent neben seiner e-Mail Adresse auch seine Anschrift angeben. Spätestens hier sollten Sie stutzig werden, denn normalerweise müssen Sie nur einen (Vor)Namen und die eMail-Adresse angeben. Dienste, von denen weder sie Geld zu erwarten haben oder die von Ihnen kein Geld bekommen brauchen Ihre Adresse nicht.
Nach 14 Tagen bekommen Sie dann normalerweise eine Rechnung, denn dann ist die Widerrufsfrist abgelaufen. Von diesem Augenblick an können Sie fast machen was Sie wollen, die Maschinerie ist in Gang gekommen und nur sehr schwer zu stoppen. Ich bin selber in so eine Falle geraten und ich habe auch gar nicht versucht das zu stoppen, denn meine eigene Lebenszeit ist mir dafür zu kostbar. Sie bekommen zuerst einmal Briefe per eMail, danach ein oder zwei Briefe mit der Post. Danach wird das Ganze einem Inkassobüro übergeben, die jetzt die Forderungen erhebt und natürlich noch 50 oder 60 Euro oben drauf schlägt. In jedem dieser Briefe schwingt natürlich die Drohung mit, dass die Kosten noch weiter steigen werden. Wenn die Möglichkeiten des Inkassobüros ausgeschöpft ist schreibt ein Anwalt. Auch dieser erhebt Gebüren und droht unverblühmt mit dem Gericht.
Diese ganzen Briefe dienen einzig und allein dem Zweck, den Leser mürbe zu machen. Die meisten Menschen müssen nicht gleich einen Offenbarungseid leisten, wenn sie 150 Euro zahlen müssen und viele Menschen zahlen dann lieber nur damit sie ihre Ruhe haben.
Es gibt unzählige solcher Fälle, viele davon sind auch bei der Polizei und bei den Verbraucherschutzverbänden aktenkundig. Eines ist allen Fällen gemein: Zu einem Gerichtsverfahren kam es bisher nicht. Aus gutem Grund: Denn die Firmen würden verlieren.
Wenn ein Dienst kostenpflichtig ist, dann muss das groß und deutlich dabei stehen. Bei solchen Anbietern steht es aber meistens nur im kleingedruckten. Achtung: Diese Seiten arbeiten auch mit unterschiedlichen Landingpages. Wenn Sie also zum Beispiel über Google kommen, dann sehen Sie eine Seite auf der von Kosten nichts steht. Wenn Sie aber jetzt diese Seite noch einmal aufrufen, dann steht plötzlich Groß und Breit der Preis auf der Seite und Sie fragen sich, ob Sie damals blind ware oder besoffen. Mit nichten. Es gibt eine Seite für den ahnungslosen Surfer und eine Seite für den betrogenen, der sich die Seite noch einmal anschauen will. Also auch in einem solchen Fall nicht aus der Ruhe bringen lassen.
Solche Betrügerseiten gibt es unzählige im Netz und es kommen immer wieder neue hinzu. Genauso gibt es sehr viele Seiten und sehr viele Foren, die davon berichen. Auch hier auf dieser Seite soll ein solches Forum entstehen, denn ich finde, das kann hier im Netz nicht oft genug angesprochen werden.
Ich würde mich freuen, wenn Sie Ihre Erfahrungen hier schildern würden. Ich werde auch versuchen, Ihnen zu helfen, wobei ich natürlich keine Rechtsauskunft geben kann und darf.